Kampfkunstschule Fichtner

Definition Taekwondo

Taekwondo ist vor allem ein Sport und Kampfsport, bei dem Arme und Beine mittels Schlägen und Tritten zur Abwehr und für den Angriff eingesetzt werden.

 

Die Definition Taekwondo ergibt sich aus den drei Wörtern Tae, Kwon und Do aus dem alten Korea, welcher auch die World Taekwondo Federation (WTF) folgt:

1. TAE – im Sprung treten – kennzeichnet die Beintechnik.
2. KWON – Faust – weist auf die Handtechnik hin.
3. DO – Weg, Kunst – der körperliche und geistige Reifeprozeß.

Durch das Training des Taekwondo wird der Körper gekräftigt, geschmeidig, elastisch und stark.

Neben körperlichem Wohlbefinden stellt sich auch eine geistig-positive Haltung beim Training ein. Es vollzieht sich ein geistiger Prozeß, der scheinbar im Gegensatz zu dieser doch brutalen Kriegskunst steht – sind doch die erlernten Kenntnisse in der Hand eines Könners oft ein tödliches Instrument!

Nichtsdestotrotz ist es der langen, harten Schule des Taekwando zuzuschreiben, daß so gut wie keine Schläger oder Rüpel aus dem Lager der Taekwondo-Sportler kommen.

Der Sport Taekwondo schult also gleichermaßen Körper und Geist. Bereits das anfängliche Training der Grundtechniken erhöht die Ausdauer und Willenskraft. Ist diese Stufe erreicht, merkt der Schüler, daß nur mit Geduld etwas zu erreichen ist.

Der Umgang mit dem Lehrer und den bereits höher graduierten Schülern lehrt ihn, höflich und bescheiden zu sein, führt aber auch zur Kritik und Selbstkritik. Beim Kämpfen werden Eigenschaften wie Selbstbeherrschung, Ehrbarkeit und Gerechtigkeit gefördert.

Beim fortdauernden Üben und Training mit den Mitschülern lernt man das Gefühl der Zusammengehörigkeit kennen. Daraus entwickelt sich Integrität, Treue und Hilfsbereitschaft.

Die Zusammenwirkung dieser Eigenschaften und ihre stetige, gemeinsame Weiterentwicklung wird mit dem Begriff DO verständlich gemacht. DO vollzieht sich in uns, gibt uns innere Kraft und spiegelt sich daher auch in unseren Handlungen wieder.

Deshalb ist DO eine Weltanschauung, die sich auch auf unser Privatleben und unsere Arbeit übertragen läßt. Taekwondo ist der Definition nach somit auch eine Lebensschule, in der wir lernen, uns in der Welt zurechtzufinden, sie zu verstehen und nach Möglichkeit zu verbessern.

In der heutigen Zeit gewinnt Taekwondo als Freizeitsport für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren zunehmend an Bedeutung, da man sich nicht nur auf vielfältige Weise körperlich fit halten kann, sondern auch äußerst wirkungsvoll verteidigen kann.

„Trotz aller Erfolge habe ich doch immer wieder erfahren müssen, dass Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt ist. Niemand kann und darf sich auf seinen Lorbeeren ausruhen! Genau an dieser Stelle setzt die Unermüdlichkeit als Ziel des Do ein. Das ständige Üben und Verbessern der eigenen körperlichen Fähigkeiten und das Mehren des Wissens und der Erfahrungen muss Aufgabe jedes ernsthaften Kampfkünstlers sein.“


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