
Pressebericht: Kampfsport-Kapazitäten locken 200 Sportler nach Miesbach. Großes Lob für Ausrichter Josef Fichtner
Training mit Allemann
Schweizer Nationalmannschafts-Kämpfer beim Selbstverteidigungs-Lehrgang in Miesbach
Miesbach - Mehr als 200 Teilnehmer waren zum zwölften Selbstverteidigungs-Lehrgang der Taekwondo-schule Fichtner nach Miesbach gekommen. Großmeister Josef Fichtner (5. Dan) hatte hochkarätige Referenten für diesen Lehrgang gewinnen können. So den zweifachen Ju-Jutsu Europameister und Ressortleiter des Hessischen Ju-Jutsu Verbandes Frank Witte (6.Dan). Der ist zudem Fachlehrer für Sport, Eigensicherung und Schießausbildung an der Polizeischule Wiesbaden.,
Witte erklärte den Teilnehmern, dass manche in Vereinen gelehrte Selbstverteidigungs-Techniken in der Praxis kaum funktionierten und verdeutlichte dies den Zuschauern anhand einiger Beispiele. Ebenso berichtete der Fachmann den Besuchern etwas über die Psyche eines etwaigen Angreifers.
Der Trainer machte klar, dass meist nur schnelle und kompromisslose Techniken in der Praxis Erfolg haben. Auch erfahrene, Kampfsportler hätten im Verteidigungsfall oftmals Probleme mit der
Umsetzung der im Training erlernten Techniken, da die Situation sie überfordert.
Der Schweizer Lucas Allemann (4. Dan) war ebenfalls in Miesbach zu Gast. Der Taekwondo-Sportler ist Mitglied der Schweizer Nationalmannschaft. Er demonstrierte, wie effektiv das koreanische Taekwondo im Erstfall sein kann, wenn es richtig angewendet wird.
Weiter erklärte der Schweizer, dass sich der Taekwondo-Sport in den vergangenen Jahren weit entwickelt hat - besonders durch die olymische Anerkennung.
Nicht nur als Organisator war Josef Fichtner dabei. Der gilt als Spezialist für effiziente
Selbstverteidigung und wies-die Teilnehmer vor allem auf die enorme Gefahr hin, die von einem plötzlichen und unerwarteten Angriff ausgeht. Richtiges Verhalten, gute Reaktion und eine gute Psyche sind daher Grundvoraussetzungen, um eine solche Situation zu überstehen erklärte Fichtner, Leider seien eben solche plötzlichen' und brutalen Angriffe auch mit Gegenständen heute keine
Seltenheit mehr, die Hemmschwelle dazu habe deutlich abgenommen.
Der Modern-Arnis-Spezialist Jorgen Gydesen (6.-Dan) gilt als Fachmann für philippinischen Stockkampf und Selbstverteidigung. Er zeigte den Besuchern, wie man Techniken, die man mit dem
Stock trainiert hat, auch ohne diesen problemlos einsetzen kann. Und er führte vor, wie
man auch einen Regenschirm oder ähnliche Dinge zur Selbstverteidigung einsetzen
kann.
Die etwa 200 Teilnehmer waren begeistert von Referenten und der Organisation des Seminars. Nachdem alle ihre Teilnehmerurkunde erhalten hatten, wurde im Hotel Bayerischer Hof gefeiert.

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