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2009 - Artikel Ländervergleichskampf Bayern - Youngsan Universität Korea

 

 

Explosionen gebündelter Energie beim Laenderkampf Taekwondo in Miesbach Bayerischer Hof Ausricher Taekwondo Schule Fichtner Sportpark
Pressebericht:Ländervergleichskampf zwischen der Auswahl Bayern und koreanischer Youngsan Universitätsmannschaft 07. Februar 2009 im Miesbacher Merkur

Exlosionen gebündelter Energie

Bayerische Auswahl misst sich vor 300 Zuschauern mit Univeritätsteam aus Korea im Taekwondo Vollkontakt

Die Unkundigen unter den 300 Zuschauern im Hotel Bayerischer Hof in Miesbach hben vermutlich allein beim Hinschauen schon Schmerzen bekommen. Denn beim Taekwondo Ländervergleich zwischen einer Bayerischen Auswahl und dem Kampfaufgebot der Universität Youngsan ging es von Anfang an richtig zur Sache - im Vollkontakt wohlgemerkt.

Taekwondo ist hochdynamisch, sagt Organisator Josef Fichtner von der gleichnamigen Kampfsportschule in Miesbach. Viele haben eine völlig falsche Vorstellung. Taekwondo ist nicht nur einfaches Herumfuchteln. Bereits zum zweiten Mal ist es Fichtner gelungen, die koreanische Universitäts-Auswahl in die Kreisstadt zu locken und somit hockkarätige Wettkämpfe zu garantieren.

Zudem gab es heuer eine spektakuläre Neuerung zu bestauenen: Vollelektronische Kampfwesten. Jeder Kämpfer trägt eine solche,die ihn zum einen vor schweren Verletzungen schützen soll, aber auch zum anderen die Schläge des Gegners zählen soll, die dann auf der Anzeigetafel erscheinen. Die Wertungen müssen für die Zuschauer sichtbar sein, daher haben wir die Westen eingeführt, betont Fichtner. So gibt ein Körpertreffer einen Punkt, und eine Kopftreffer wird, je nach Schwere - das heißt, ob es zu einem Niederschlag kommt oder nicht - mit drei Punkten belohnt. Duch die neuen Westen war es dem Organisationsteam erstmals möglich,Treffer und Punkte exakt zu erfassen.

Gekämpft wurde in vier Paaren, analog den vier olympischen Gewichtsklassen. Bereits im ersten Kampf in der Klasse bis 58 Kilogramm zwischen dem Bayerischen Meister Mehmet Kamci und Taemin Yang wurde deutlich, dass es bei der Vollkontaktvariante mitunter äußerst hart zugeht. Belauernd wie zwei Raubkatzen standen sich die beiden Kämpfer gegenüber und versuchten, mit flinken und plötzlichen Hieben den Gegner zu überraschen. Die Schläge zielen entweder auf den Oberkörper,d er die Haupttrefferzone biem Taekwondo darstellt, oder auf den Kopf, der aus Sicherheitsgründen durch einen Helm geschützt ist. Dabei wurde beinahe jeder Aktion bon einem furchterregenden Schrei der Sportler begleitet, was anfangs zu einigem Gelächter im Publikum führte. Wenn man so viel Energie bündelt, muss die ganze Luft aus dem Körper raus, erklärt Fichtner.

Obwohl sich Kamci gegen seinen koreanischen Konkurrenten mehr als achtbar schlug, stand am Ende eine knappe 6 : 7 Niederlage zu Buche. Besser machte es sein Auswahlkollege Stephan Philipp,der in einem hochspannenden Duell seinen Gegener mit 3 :2 besiegen konnte. Und spätestens bei diesem Kampf hatten auch die Zuschauer, darunter viele Taekwondo Sportler aus dem Landkreis, im gut besuchten Bayerischen Hof ihre Anfangsnervösität abgelegt und feuerten die Taekwondo Sportler frenetisch an. Die Stimmung war sehr gut, meint Fichtner zufrieden.

Und auch die Leistung von Florian Schaller, der im dritten Kampf eine Topleistung abrief, schürte die gute Stimmung. Mit einem klaren 3 : 0 schickte er seinen Gegner von der Matte. Einzig der letzte Vertreter der bayerischen Auswahl, Michael Baumgartl sah im Vergleich überhaupt kein Land und ging gegen den Koreaner Sanghyun Ji mit 2 : 14 unter. Trotzdem erkämpften sich die Bayern ein äußerst respektables Remis gegen die favorisierten Koreanischen Studenten. Für Fichtner hatte das abschneiden der Koreaner aber besondere Gründe. Die haben ein Mamut-Programm hinter sich. Sie sind erst am Samtag um 2 Uhr in der Früh hier angekommen und habe dann am Morgen noch drei Trainingseinheiten absolviert. Die waren ein bisschen platt. Nichtsdestotrotz freute sich der Ausrichter über die starke Leistung der bayerischen Taekwondo-kämpfer.

Im nächsten Jahr soll es wieder einen Vergleichskampf geben. Vielleicht finden dann noch mehr als 300 Zuschauer den Weg in den Bayerischen Hof, um bei diesem Event dabei zu sein. Der eine oder andere wird sich bis dahin sicherlich an die Schmerzen beim Zuschauen gewöhnt haben.

 

Flyer zum Laenderkampf Taekwondo im Hotel Bayerischer Hof in Miesbach


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