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Praxiswissen Taekwondo Wettkampf

 

Es gibt zwei Dinge, die wichtig sind, wenn man sich einen Taekwondo-Wettkampf ansieht:

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  • Erstens: die Verhaltensregeln für den Zuschauer selbst und

  • Zweitens: das Grundwissen, um einen Kampf und die Fähigkeiten der Kämpfer zu beurteilen.

 

A) Verhaltensregeln beim Wettkampf

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Bei einem Taekwondo-Kampf beim Training oder bei einem Vergleichsturnier in einer kleinen Halle sollte man stets die Befehle des Trainers befolgen (vgl. Kampfausdrücke).

Bei größeren Veranstaltungen kann der Zuschauer schon euphorischer werden, da er meist etwas weiter von der Kampffläche entfernt ist und somit nicht durch Ablenkung direkt den Wettkampf beeinflusst.

Wünschenswert wäre für Kämpfe ein Verhalten wie beim Training, denn letztendlich ist das Stadium nur eine Erweiterung des Dojang.

Beim Taekwondo-Wettkampf sind nicht erlaubt: Fingerstiche, Handkanten-Schläge, Einsatz der Ellenbogen, Griffe, Würfe, Tritte unterhalb der Gürtellinie.

 

Wettkampf-Szene vom Länderkampf zwischen Korea und Bayern 2008
Foto: Kampfsportler beim Länderkampf der BTU-Auswahl gegen das koreanische Uni-Team der Youngsan-Universität

 

B) Das Grundwissen zu einem Wettkampf

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Man muß kein erfahrener Kampfsportler sein, um einen Kampf beurteilen zu können oder den Ausgang überhaupt zu verstehen. Jedoch gibt es durchaus Feinheiten, auf die ein Zuschauer achten sollte, um sich ein besseres Bild über die Fähigkeiten der beiden Kämpfer machen zu können.

1) Taekwondo-Techniken der Wettkämpfe bestehen meist aus Fußtechniken wie Dreh-, Fall-, Vorwärts-, Seitwärts- und Rücktritten. Anspruchsvolle Handtechniken sind selten und werden nur auf kurze Distanz angewendet.

2) Taekwondo-Wettkämpfe sind im höchsten Maße psychologisch anspruchsvoll. Als Zuschauer sollte man darauf achten, ob die Kämpfer Aktionen vorhersehen und im Ansatz vereiteln können.

3) Falls die Kämpfer eine Menge "Lufttritte" ausführen, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass kein Gefühl für die richtige Distanz zwischen den Kämpfern herrscht.

4) Beachtenswert sind auch die Step-Techniken und Stände im Taekwondo-Wettkampf:

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  • Im Standard-Stand sehen sich beide Gegner an, wobei der Oberkörper seitlich gedreht ist, so daß meist der linke Fuß und die linke Schulter zum Gegner zeigt (kleinstmögliche Angriffsfläche).

  • Die Standard-Distanz ist genauso lang, daß beide Kämpfer nicht auf Anhieb in der Lage sind, den anderen durch eine schnelle Fußtechnik zu treffen.

  • Im Standard-Stand besteht der erste Konter auf einen Angriff des Gegners meist aus einem Spanntritt (Drehtritt) zum Bauch oder Kopf (Tritt-Kombinationen folgen meist daraufhin).

  • Im Standard-Stand verteidigt sich meist derjenige, der frontal angegriffen wird, mit einem Seitwärts- oder Rückwärtstritt, indem er den hinteren Fuß über den Rücken zum Gegner stößt.

  • Falls ein Angriff erfolgreich war, tendieren viele Athleten dazu, die Distanz kurzeitig sehr klein zu halten. In diesem Moment kommt es oft zu guten Konteraktionen.

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5) Die meisten Kämpfer kann man in zwei Typen aufteilen: offensiv und defensiv. Der Offensive versucht oft durch schnell hintereinander folgende Techniken den Gegner zu "überrumpeln". Der Defensive versucht dagegen, durch gezielte Treffer den Kampf für sich zu entscheiden.

6) Bei den meisten Wettkämpfen "beschnuppern" sich die Kämpfer erst einmal relativ passiv, um dann mit ganzen Einsatz anzugreifen und sich zu verteidigen.

7) Bei Großveranstaltungen ist der Coach und das Team ebenfalls entscheidend. Aufmerksame Zuschauer erkennen neue Anweisungen der Trainer für die jeweilige Runde.

 

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Wettkampf-Foto

 

 

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