Einen großen Teil des
Taekwondo-Trainings verbringt der Schüler mit dem Ilbo-Taeryon (Sparring),
bei dem auf einen vorgegebenen Angriff mit einer Angriffstechnik reagiert werden
muss, ohne den Gegner zu berühren.
Allgemein ist diese Form des Trainings
eine Ausführung und Kombination der erlernten Techniken gegen einen einzelnen
Gegner und eine Vorübung zum Freikampf (Chayu-Taeryon).
Obwohl es viele
verschiedene Techniken gibt, folgt der Ablauf beim Sparring einem einheitlichen
Schema:
Einer der beiden Kampfsportler macht sich zum Verteidigen bereit, und gibt dem anderen Kämpfer dies auch
mit einem kurzen Kommando zu erkennen.
Der Partner kündigt den Beginn
seiner folgenden Technik ebenfalls mit einem kurzen Kommando an.
Darauf
führt er diese - (meist) nicht abgesprochene - Technik durch, die der andere
abwehren muß.

Foto: Einschrittkampf-Technik bei der Dan-Prüfung von Max
Volkmann
Auf diese Weise gibt es nahezu unbegrenzte Möglichkeiten,
Angriffstechniken und dazu passende Abwehrtechniken zu kombinieren. Der Vorteil
ist, daß das Ilbo-Taeryon auch niemals langweilig wird.
Ziel dieses
Trainings ist es, den Taekwondoin so auszubilden, daß er die Kombinationen
sowohl "auf der Straße" als natürlich auch auf Wettkämpfen
mit Beherrschung und Kraft ausführen kann.
Geschult werden beim Einschrittkampf
oder Sparring Reaktionsvermögen, Schnelligkeit, Distanz-Einschätzung,
Atmung, Zielgenauigkeit von Tritten und Schlägen mit Hand und Fuß,
Konzentration und die exakte Ausführung der Grundtechniken.
Allerdings:
mehrere Techniken beim Einschrittkampf zu kombinieren und diese dann auch noch
perfekt auszuführen, ist gar nicht so einfach, wie es aussieht!
Zur » Schwarzgurt-Vorführung (Video) und zur » Kindervorführung (Video)
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