Der koreanische Begriff Hosinsul bedeutet im allgemeinen
Selbstverteidigung gegen bewaffnete und waffenlose Angriffe und ist ebenfalls
ein wichtiger Bestandteil des modernen Taekwondo.
Die Definition ist zunächst
irreführend, da alle Taekwondo-Techniken praktisch zur Selbstverteidigung
geeignet sind.
Beim Taekwondo Hosinsul werden jedoch vorwiegend Techniken
geübt, in denen Fußtechniken und Handtechniken nicht angebracht
sind, da man bereits attackiert wird.
Aus diesem Grund wird beim Hosinul
die effektive Befreiung aus Griffen oder Würge-Techniken sowie Hebel- und
Wurf-Techniken geübt, die auch aus einem anderen Kampfsport oder einer anderen
Kampfkunst (z.B. Karate, Judo, Wing Tsun, Ju-Jutsu, Aikido) übernommen werden
können.


Festlegegriff in Bodenlage
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Waffenloser Angriff
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Weil
es in einer Notwehrsituation im Gegensatz zu einer Wettkampfsituation keine festen
Regeln gibt, "kann" der Angreifer sein Opfer mit jeder möglichen
Aktion überraschen und der Schüler (Verteidiger) darf jede Art von Selbstverteidigung
benutzen, um sich zu wehren.
Natürlich muß jeder Verteidiger
den Notwehrparagraphen und Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten.
Dieser besagt, dass beim Recht auf präventive Selbstverteidigung stets das
mildeste geeignete Mittel eingesetzt werden muss, um dem Gegner den geringsten
Schaden zuzufügen.
Zusätzlich zu den oben genannten Techniken
kommt die Fallschulung beim Honsinsul-Sport hinzu. Gerade dieser Teilbereich des
Taekwondo wird gerne als Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen bevorzugt
geübt, um sich in einem möglichen Ernstfall zu wehren.
Die Fallschule
ist aber auch als effektive Selbstverteidigung für Kinder und Jugendliche
von großer Bedeutung, weil sie dabei lernen, richtig zu fallen ohne sich
weh zu tun, wenn sie z.B. von hinten geschubst werden.
Ziel des Hosinsul
ist es zu lernen, sich aus Umklammerungen und Festhaltegriffen aller Art lösen
zu können. Sei es durch Hebeltechniken, Wurftechniken oder Falltechniken.
Und
auch die Abwehr von Handtechniken und Fußtechniken wird bei der Selbstverteidigung
vermittelt sowie die Abwehr von Angriffen mit Waffen wie einem Messer, Stock oder
einer Schusswaffe.
Gerade zu letzteren wird im Hosinsul Training auch gelehrt,
dass gegebenenfalls ein Rückzug das beste und effektivste Mittel zur Selbstverteidigung
und Selbstbehauptung sein kann.
Für spezielle Fragen und Tipps zur
Selbstverteidigung beraten Sie/Euch gerne unsere folgenden Trainer: Josef
Fichtner (4. Dan Jiu-Jitsu) und Florian
Stockinger (1. Dan Jiu-Jitsu).


Unser
Verein veranstaltet regelmäßig Kurse zur Selbstverteidigung, in denen
Experten unter Anleitung Tipps und Tricks im Kurs vermitteln.
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