Dieses I-Ging
Urzeichen steht für den Wind und die Durchdringung. Damit sind aber nicht
nur die gefährlichen Orkane, Stürme, Tornados oder Hurrikans gemeint.
Es
gibt auch den sanften Wind, welcher die Samen trägt, die Pflanzen und Blumen
im Garten bestäubt und die Wolken vertreibt. Ebenso gibt es den schöpferischen
Wind, der Windmühle und Windkraftwerk antreibt.
Weil Stürme eher
selten vorkommen, ist die Natur vom Wind eigentlich sanft und gutartig. Dennoch
steht der Wind sowohl für Aufbau als auch für Zerstörung. Sich
gegen Wind und Weter zu stellen lohnt nicht immer: So steigt der Drache gegen
den Wind.
Der Wind vereint schöpferische Macht und zerstörende
Macht in einem Symbol. Diese Bedeutung spiegelt sich ebenfalls in der Form Poomse
Taeguk Oh-Jang wieder, die teils aus ruhigen und teils aus stürmischen und
kraftvollen Bewegungen besteht.
Die Ruhe und der Rhythmus bei der Taekwondo
Taegeuk Oh-Jang wird immer wieder durch kraftvolle Techniken durchbrochen, was
auf die Natur des Windes zurückzuführen ist und dessen Symbolkraft betont.
Die Taekwondo-Schüler trainieren diese Form für den 3. Kup (blauer Gürtel
mit braunem oder rotem Streifen).
Neue Techniken bei Taeguk Oh-Jang: Me-Jumeok-Maeryo-Chigi,
Palkup-Dollyo-Chigi, Yop-Chagi und Yop-Jireugi, Palkup-Pyo-Jeok-Chigi und Fußstellungen
wie Kkoa-Seogi, Wen-seogi und Oreun-Seogi (vgl. auch Taekwondo Handtechniken und Fußtechniken).


|