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Schulen für asiatische Kampfsportarten & Olympisches Taekwondo
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Was ist Jiu-Jitsu ?

 

Jiu-Jitsu (sanfte Kunst) ist eine der ältesten Kampfsportarten in Japan. Ziel ist es, einen bewaffneten, unbewaffneten oder auch mehrere Angreifer abzuwehren und unter die eigene Kontrolle zu bringen und ihm dabei nur soviel Schaden zuzufügen, wie unbedingt zu seiner Abwehr erforderlich ist.

Jiu-Jitsu Zeichen nach

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Der Wortbestandteil "Jiu" (gesprochen ”Dschuu”) bedeutet in der japanischen Sprache nachgiebig, sanft und bereitwillig. "Jitsu" (gesprochen ”Dschitsu”) bedeutet Kunst, Kampfkunst, Kriegstechnik.

Jiu-Jitsu zählt innerhalb der Kampfsportarten zu den sog. weichen (nachgebenden) Stilen und geht bis in die Zeit um ca. 1600 zurück. Nach dem Prinzip „Siegen durch Nachgeben“ kann der Angriff eines Gegners genutzt werden, um die dabei frei gesetzte Energie wieder gegen ihn selbst zu richten.

Dabei kommt es nicht auf Kraft, sondern auf die korrekte Ausübung der Jiu-Jitsu-Techniken an. Auf diese Weise können sich z.B. auch Frauen und Kinder effektiv gegen körperlich wesentlich stärkere und schwerere Gegner verteidigen.

Der Grundsatz des "Fair Play" brachte der Jiu-Jitsu-Selbstverteidigung den Beinamen "Gentlemens Arts" ein. Fest implementiert sind die Grundlagen des "Do" und der sozialen Verantwortung nach Jigoro Kano, dem Begründer des Judo (vgl. mit dem "Do" im Taekwondo).

Entwickelt wurde Jiu-Jitsu von den Samurai, den japanischen Rittern, die es zur Verteidigung auf dem mittelalterlichen Schlachtfeld benutzten, wenn Schwert und Lanze gebrochen waren.

Wie Taekwondo in seiner Geschichte wurden auch die Jiu-Jitsu-Techniken über die Jahrhunderte ständig weiterentwickelt und sind heute fester Betandteil der Ausbildung von Polizei, Grenzschutz und Sicherheitsdiensten weltweit.

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Foto Selbstverteidung mit Trägern vom schwarzen Gürtel

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Aus dem Jiu-Jitsu gingen Judo, Aikido und viele andere asiatische Stile und Kampfsportarten hervor, die jeweils einen ganz bestimmten Aspekt des Jiu-Jitsu betonen.

Die Jiu-Jitsu-Selbstverteidigung beinhaltet

  • Block-, Tritt- und Schlagtechniken wie z.B. im Karate oder Taekwondo,

  • Würfe, Hebel- und Würgetechniken, wie z.B. im Judo (von Jigoro Kano) und Aikido (von Morihei Ueshiba) und

  • viele Elemente aus Künsten wie Hapkido, den Wu-Shu- und Wing-Tsun-Stilen.

Modernes Jiu-Jitsu versteht sich als "offener Stil": Es werden ständig Techniken aus anderen Kampfsportarten adaptiert, die den Zwecken des Jiu-Jitsu dienlich sein sollen.

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Dadurch ergibt sich eine große Bandbreite, innerhalb von der ein Schüler seinen persönlichen Stil aus den verschiedenen Kampfsportarten entwickeln kann. Bestehend aus Jiu-Jitsu-Techniken, mit denen er selbst am besten zurecht kommt.

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"Jiu-Jitsu ist die Kunst der Sanftheit, Geschmeidigkeit und Flexibilität."

( Josef Fichtner )

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Die offene und individuelle Haltung stellt den größten Unterschied zum Ju-Jutsu aus Deutschland dar. In der Ju-Jutsu-Selbstverteidigung muß der Schüler fest vorgegebene Techniken ausführen.

Bei der individuellen Entwicklung im Training spielen Bedingungen wie Alter, körperliche Konstitution, Stilpräferenzen eine große Rolle.

Ein Meister wird seinen Schüler im Unterricht zwar führen, ihm aber keinen bestimmten Stil oder eine bestimmte Technik und Kampfsportart aufdrängen.

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Selbstverteidigung beim Laenderkampf von Andrea Hufnagl und Urs Becker
Andrea Hufnagl bei einer Vorführung

Selbstverteidigung gegen Festhalten von Martin Hochgrebe und Christian Quack
Verteidigung gegen Festhalten am Revers

 


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Hosinsul von Trainerin Vroni Auer
Verteidigung mit einer Fußtechnik von Vroni Auer

Schulterhebel Martin Hochgrebe
Abwehr eines Stockschlag mit Schulterhebel

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In unseren Dojangs haben folgende Trainer eine Dan-Prüfung in Jiu-Jitsu absolviert: Josef Fichtner (4. Dan) und Florian Stockinger (1. Dan).

 

Wer ist der Deutsche Jiu-Jitsu-Ring Erich Rahn (DJJR) ?

 

Logo Deutscher Jiu-Jitsu Ring Erich Rahn

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Die Jiu-Jitsu-Schule Fichtner ist angeschlossen an den Deutschen Jiu-Jitsu-Ring Erich Rahn (DJJR).

Der 1923 in Berlin gegründete Verband ist der älteste Fachverband für asiatische Kampfsportarten und waffenlose Selbstverteidigung in Deutschland.

 

 

Erich Rahn gilt als Begründer und Pionier des Jiu-Jitsu- und Judo-Sports in Deutschland.

Er war ein Schüler von Katsukuma Higashi, einem der wichtigsten japanischen Jiu-Jitsu-Meister, die zu Beginn des letzten Jahrhunderts ins Ausland gingen, um dort zu lehren.

Erich Rahn eröffnete 1906 in Berlin die erste Jiu-Jitsu-Schule in Deutschland.

Der DJJR "Erich Rahn" will die Künste der waffenlosen Selbstverteidigung in Deutschland weiter verbreiten und auch qualitativ weiterentwickeln.

Dabei steht Qualität vor Quantität: der DJJR will lieber ein überschaubarer Verband, aber dafür mit hohem Niveau bleiben.

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Erich Rahn

Erich Rahn (1885-1973)

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Da die Vielfalt und Techniken der Selbstverteidigung nahezu unbegrenzt sind, schreibt der DJJR einem Verein kein bestimmtes System zur Selbstverteidigung vor.

Vereine können ihre Art der Selbstverteidigung beibehalten und auch bei Gürtel-Prüfungen ihren individuellen Mix aus verschiedenen Kampfsportarten vertreten.

 

 

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Erwachsene und Senioren

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